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Die beiden Liberalen : aus den Memoiren eines jungen Parisers / herausgegeben von Leontine Romainville
Entstehung
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auf eine gewiſſe Behaglichkeit, die jeder Geſunde, beim Beginn einer Reiſe, vom Wetter beguͤnſtigt, empfin⸗ den muß, wenn er eine große, uͤbervoͤlkerte Stadt verlaͤßt; indeſſen nahm meine Zufriedenheit ſtuͤndlich zu, und vor der Hand hatte ich nur Urſache, mich mit meinem Entſchluſſe, eine neue Lebensart in der Fremde aufzuſuchen, zu erfreuen. Dieſe Seelenheiter⸗ keit theilte ſich auch bald meiner Phyſiognomie und meinem ganzen Weſen mit, und ſo war ich faſt mir ſelbſt unbewußt zu einer Art Munterkeit, zu einer Scherzluſt uͤbergegangen, die bedeutend gegen die Ge⸗ muͤthsſtimmung abſtach, in der ich mich kuͤrzlich in Paris befand. Die Veraͤnderung war zu auffallend, um meinem Reiſegefaͤhrten zu entgehen, und daher ſeine Bemerkung daruͤber ganz natuͤrlich.

Hielt ich die Veraͤnderung der Luft, ſagte er, doch wahrlich fuͤr keinen ſo ploͤtzlich ſichtbaren Vortheil, als er ſich jetzt bei Ihnen ſo beſtimmt zeigt. Vor ei⸗ nigen Tagen noch ernſt, oft nachdenkend, ſehe ich Sie ganz unerwartet wie verwandelt.

Ihre Bemerkung iſt zu richtig, antwortete ich, als daß ich widerſprechen moͤchte. Ja, ich leugne es nicht, obgleich mit ganzer Seele meiner Vaterſtadt ergeben, obgleich der eifrigſte Vertheidiger ihrer Vortheile, konnte mich dort in der letzten Zeit Mancherlei nicht recht zufrie⸗ den ſtellen. Iſt auch der Tod meines Vaters und Trennung von andern mir lieb gewordenen Menſchen,