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Die beiden Liberalen : aus den Memoiren eines jungen Parisers / herausgegeben von Leontine Romainville
Entstehung
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Viertes Capitel.

Die vielen neuen Gegenſtaͤnde, die ſich dem Reiſen⸗ den ſelbſt in den einfoͤrmigſten Laͤndern dennoch ent⸗ gegendraͤngen, verbunden mit der Sorgfalt, die er nothwendig fuͤr ſich und ſeine Beduͤrfniſſe tragen muß, er mag noch ſo wenig Egoiſt ſein, ſcheinen das ſicherſte Zerſtreuungsmittel darzubieten. Jeder, den eine wehmuͤthige Erinnerung, ein ernſter Kummer, ein druͤckendes Verhaͤltniß, oder auch nur eine uͤble Laune daheim plagt, ſollte hinauseilen auf die große Landſtraße, dachte ich, als ich dahinrollte neben den friſch aufkeimenden Saatfeldern, deren helles Gruͤn, beim Beginn des Fruͤhjahrs, von unzaͤhligen gelben und blauen Bluͤmchen emaillirt ſchimmerte.

Die Luft, welche hinter den Stadtmauern weht, namentlich hinter ſolchen, die beinahe eine Million Menſchen einſchließen, athmet ſich ganz anders ein als die Luft in den Mauern: die Luftroͤhren beduͤr⸗ fen kaum der halben Anſtrengung, Bruſt und Kopf heben ſich leichter, der Menſch geht raſcher, freier einher und erſcheint veredelter; alſo reiſe man, und muͤßte man ſich den Zehrpfennig dazu erbetteln!

Nach ſolcherlei Erwaͤgung ſah ich ein, mein Nach⸗ denken lief im Grunde auf nichts mehr hinaus als