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Die beiden Liberalen : aus den Memoiren eines jungen Parisers / herausgegeben von Leontine Romainville
Entstehung
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ich er die verſchiedenen Phaſen unſerer Revolution kannte, wie lebhaft ihre Principien von ihm aufge⸗ nommen waren, wie exaltirt Ferdinand bei uns Fran⸗ zoſen erſchien, und auf wie ganz unerklaͤrliche Weiſe ſich religioͤſe Schwaͤrmerei hier hinzudraͤngte, wie alle dieſe Miſchung ihn zur perſonificirten Unverſtaͤndlich⸗ keit ſtempelte. Noch undeutlicher, mismuthiger als bisher, zeigte er ſich ploͤtzlich ſeit dem letzten Herbſte, und endlich ließ ſeine zerſtoͤrte Miene und eine ge⸗ wiſſe finſtere Verſchloſſenheit mich um ihn beſorgt werden, da ich trotz aller ſeiner Sonderbarkeiten auf⸗ richtige Anhaͤnglichkeit fuͤr ihn gefaßt hatte. Er er⸗ wies mir ſolche nicht minder bei Gelegenheit des har⸗ ten Verluſtes, den ich erdulden ſollte.

Mein Vater, der bei Ausgang des Winters in be⸗ ſtem Geſundheitszuſtande auf ſeine Guͤter zuruͤckgekehrt war und meine Begleitung deshalb abgelehnt hatte, erkrankte ploͤtzlich und ſtarb. Ich erfuhr beides faſt zu gleicher Zeit. Sehr erſchuͤttert uͤber dieſen Verluſt, konnte ich lange nicht Faſſung gewinnen, den betraͤcht⸗ lichen Nachlaß zu ordnen. In jenen traurigen Au⸗ genblicken ſtand mir Ferdinand treu bei. Er gefiel ſich in dem Ausdrucke meines Schmerzes, und die ſtarke aͤhnliche Empfindung ſchien ſich in meinen Kla⸗ gen aufzuloͤſen, aber ſtatt meiner ruhigen, gerechten Leiden fand ich ſein Inneres zerriſſen; ich ſah meine Trauer nur durch den Kampf meines Gefaͤhrten er⸗