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trotz einer anſcheinenden Geſchaͤftigkeit ganz paſſiv verhielt und nichts Eignes foͤrderte. Ich fing auch an hieruͤber mismuthig zu werden und nahm mir vor meine Lebensart abermals zu veraͤndern, fuͤrs Erſte blieb es aber dabei.
Als mich Ferdinand auf dieſem Wege ſah, ſchien er ſich mir um ſo lieber zu naͤhern; doch bemerkte ich bald, daß die heftigſten Mitglieder der Oppoſition gegen ihn gemaͤßigt erſchienen, und daß die Grund⸗ ſaͤtze des jungen Mannes excentriſch revolutionnair wa⸗ ren. Ich wollte meinen Ohren nicht trauen, als er ſelbſt gegen ganz Fremde ohne alle Ruͤckſicht jeden Haß, jeden Tadel ausſprach, wovon er immer eine gute Doſis bereit hatte. Dabei vertheidigte er den religioͤſen Myſticismus, und je mehr er ſprach, deſto weniger verſtand ich ihn. Mir war es noch nicht eingefallen, eine ſo ſehr beſtimmte politiſche Meinung zu aͤußern; nur die Freiheit, unſere Geſetze liebte ich, je⸗ doch mehr aus Inſtinct als aus Überlegung. Was mir nun an meinem deutſchen Weltverbeſſerer beſon⸗ ders auffiel, war das Nebuliſtiſche, Verworrene ſei⸗ ner Grundſaͤtze, die bei uns, wo Alles klar und ab⸗ geſchloſſen war, in dieſer Beziehung gar nicht ver⸗ ſtanden werden konnten. Meine Verwunderung dar⸗ uͤber zu erkennen gebend, griff ich ihn wegen der dun⸗ keln Unbeſtimmtheit an; es war ihm aber ſehr em⸗ pfindlich. Bald bemerkte ich, wie viel genauer als


