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Die beiden Liberalen : aus den Memoiren eines jungen Parisers / herausgegeben von Leontine Romainville
Entstehung
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mich her, weil ich mit Recht glaubte, ihr Umgang muͤßte meiner Zunge nuͤtzlich ſein. An dieſe reihte ſich eine Anzahl junger Franzoſen, denen ich gleichen Geſchmack fuͤr fremde Literatur beibrachte, und wir wurden, uns ſelbſt unbewußt, der Mittelpunkt einer neuen Secte in der Literatur, die jetzt ſehr bedeutend angewachſen iſt und auf die vaterlaͤndiſchen Dichtun⸗ gen, Buͤhnen, wie uͤberhaupt auf unſern Geſchmack einen großen Einfluß hatte.

Unter den jungen Englaͤndern fand ich manchen trefflichen Kopf, aber das ewige Herausſtreichen ih⸗ rer nationellen Vorzuͤge, ſowol in Bezug auf Poli⸗ tik als auf Literatur, beleidigte fortwaͤhrend mein eignes Nationalgefuͤhl, und mit dem beſten Willen zur Vereinigung, ward ein naͤheres Verhaͤltniß durch die⸗ ſen ſteten Kampf erſchwert und am Ende ganz ver⸗ hindert.

Die Spanier ſind ſo ſtolz geblieben, als ſie es un⸗ ter Philipp II. ſein mochten; ſie konnten den Grund dazu nicht angeben und hatten im Allgemeinen wenig echte Bildung, aber geraden Sinn und ein unver⸗ wuͤſtbares Vertrauen zu der Kraft ihrer Nation, die ſich, wie ſie behaupten, uͤber kurz oder lang in die Reihe der erſten Nationen ſtellen muͤſſe. Wie laͤ⸗ cherlich dieſe Behauptungen erſcheinen mochten, ſo hatte dieſes blinde Vertrauen immer etwas Poetiſches, Ruͤhrendes. Der Umgang mit den Deutſchen wurde