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tur, jedoch ließ er unparteiiſch auch der auslaͤndiſchen Literatur im Allgemeinen Gerechtigkeit widerfahren, und das, in ſo geiſtreichem Munde faſt barbariſch zu nennende Urtheil Voltaire's uͤber Shakſpeare er⸗ ſchien bei Villemain in ganz anderem, viel gemilder⸗ term Lichte. Die Proben, welche Letzterer von dem beruͤhmten engliſchen Barden, ſowie von anderen ihm an Geiſt und Genie Verwandten mittheilte, erregten mein hoͤchſtes Intereſſe, und dunkel fuͤhlte ich, daß auch in jenen Schoͤpfungen unendliche Schoͤnheiten verborgen ſein muͤßten; dieſe Ahnung ward zur Ge⸗ wißheit, als mir die erſten beſſern überſetzungen jener Literatur zu Geſichte kamen. Je mehr ich in den Geiſt des Romantiſchen eindrang, je enthuſiaſtiſcher ward ich dafuͤr eingenommen, und es bedurfte am Ende einer Art Anſtrengung, mein juriſtiſches Stu⸗ dium gehoͤrig zu vollenden, um mit Ehre als Advocat auf⸗ genommen zu werden. Es gelang mir endlich; doch kaum war dieſes abgethan, als ich mich auf das Studium der neuen Sprachen mit demſelben Eifer warf, mit welchem ich alles Neue zu ergreifen pflegte. Deutſch, Engliſch, Spaniſch, ward der Reihe nach vorgenommen, und ich bildete mir, da der Hang zum Erlernen fremder Sprachen bei uns nicht ge⸗ woͤhnlich war, ein eigenes Element der Thaͤtigkeit, in welchem ich mich mit Behaglichkeit bewegte. Bald verſammelte ich eine Schar fremder junger Leute um


