— 6— fer ſehend, rief ſie dann halb freudig,
halb betruͤbt: ja, das ſind ſie! das iſt mein
Eginhard, ich kenne ihn an der edeln Haltung ſeines Koͤrpers, die ihn ſelbſt bei der groͤßten Ermuͤdung nicht verlaͤßt, und
das iſt Ulrich, der tief gebuͤckt, nur den
Kopf ſeines Gaules beſchauend und Plaͤne zu Eginhards Verderben ſchmiedend, neben ihm her reitet.
Waͤhrend die beiden Reiter noch ziem⸗ lich weit von der Burg entfernt ihr lang⸗ ſam naͤher kamen, ſaß in einem andern Gemach, in ſeinem bequemen Lehnſeſſel, der Graf Hans von Schwicheld. Vor ihm ſtand auf einem ſchweren eichnen Tiſche mit vergoldeter Leiſte ein gewichtiger
ſilberner Becher, gefuͤllt mit dem edelſten Rebenblut; etwas von ihm entfernt im hohen Fenſterbogen ſaß Frau Margaretha,
des Grafen Hausfrau. Graf Hans ſaß,
die Beine von ſich geſtreckt, das Kinn in


