Teil eines Werkes 
1. Theil (1833)
Entstehung
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6. 5 hardl ſeufzte ſie dann wieder, haͤtten wir uns nie geſehen, haͤtteſt du nie dieſe Ge⸗ gend, nie dieſe Burg betreten, uns Beiden waͤre beſſer. Jetzt iſt es zu ſpaͤt, jetzt kann ſich dies Herz, das nur fuͤr dich ſchuͤgt, nie wieder von dir losreißen, es wird bis zum letzten Schlage, und ſollte der harte Vater mich auch zu Tode mar⸗ tern, dennoch dir gehoͤren. Sie verſank wieder in truͤbes Nachdenken, wobei ſie

unaufhoͤrlich in das oͤde Thal hinabſchauete

und das Auge gewaltſam zwingen wollte,

in der Ferne, ſo weit ihr die Ausſicht ver⸗ goͤnnt war, etwas zu entdecken. Endlich,

es daͤmmerte ſchon unten im Thale, nur uͤber die alten ſchwarzen Waͤlder hin zog ſich noch ein lichter Streif da ge⸗ wahrte ſie in der Ferne zwei Reiter, die langſamen Trabes an dem Giesbache, der im Thale zur Herbſt⸗ und Winterzeit ſtark hinabſtroͤmte, herauf kamen. Immer ſchaͤr⸗