Teil eines Werkes 
1. Theil (1833)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

hoͤchſt traurige Ausſicht. In dem Walde ſelbſt ſchien es heute ſehr unheimlich, der Sturmwind heulte recht klaͤglich darin und gab dem einſam ſitzenden Maͤdchen gar wunderbare Toͤne zu hoͤren, die ihre Her⸗

zensangſt immer noch mehr ſteigerten.

Oft kam es ihr vor, als ob der Boͤſe ir⸗ gend einer ungluͤcklichen Seele den Vor⸗ geſchmack der Hoͤlle empfinden laſſe, und dann uͤberzeugte ſie ſich doch wieder, daß es nur der Wolf und der Uhu waren, die

ihr klaͤgliches Geheul mit dem Geheul des

Sturmwindes vermiſchten. Wo ſie jetzt wohl ſeyn moͤgen? fragte ſie ſich dann, und ob der Wolf das Lamm wohl ſchon erwuͤrgt hat; doch, ſetzte ſie dann, ſich ſelbſt troͤſtend, hinzu, das Lamm hat auch ſeine Waffen, und wenn auch ſein Gemuͤth weich und liebend iſt, ſo ſcheuet ſein kraͤf⸗

tiger Arm doch die Krallen des wuͤthenden 8 Wolfs ni. O Eginhard, Egin⸗

4