Teil eines Werkes 
1. Theil (1833)
Entstehung
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die like Hand geſtützt, faſt unbeweglic

da, die langen grauen Augenbraunen be⸗

ſchatteten das rollende Auge, das uͤber ei⸗ nen wichtigen Gedanken zu bruͤten ſchien;

uͤbrigens war alles rund umher ſtill. Darf ich dich in deinen Betrachtungen

unterbrechen, mein Herr und Gemahl?

fragte Frau Margaretha, ſonſt ſchweige ich bis zu einer gelegneren Zeit. v

Ich wuͤnſchte, du ſchwiegeſt fuͤr immer, antwortete barſch der Graf, denn wenn

du ſo mich anredeſt, dann weiß ich ſchon, daß du nur von deinen ungehorſamen

Dirnen mit mir reden willſt. Ich bin Mutter, lieber Hans, und

das Mutterherz denkt und empfindet an⸗

ders als das Vaterherz. Sind wir nicht

auch jung geweſen? und haſt du mir da⸗

mals nicht tauſendmal geſagt, wie dich dein Vater zu einer Heirath mit dem Fraͤulein von Degen habe zwingen wollen,