Kameraden, antwortete Gerillo, es thut mir weh, wenn ich daran denke, daß ich euch, ihr alten treuen Freunde, verlaſſen muß, die ihr ſo genügſam jedes Mißgeſchick mit mir getheilt. Aber mein Herz, indem es um den Abſchied von euch blutet, ſehnt
ſich nach einer Ruhe, deren es nicht laͤn⸗
ger entbehren kann. Lange habe ich mit
mir ſelber gekaͤmpft, aber meine Gefangen: ſchaft in Rom hat mich in meinem ſruͤhern
Vorhaben beſtaͤrkt und meinen Entſchluß zur⸗ Reife gebracht. Wer ſo wie ich, mit ruhi⸗ ger Beſinnung ſo nahe an der Pforte der Ewigkeit geſtanden, von deſſen Augen fal⸗ len die Schuppen die ſeinen Blick verfin⸗ ſterten. Ich gehe, wenn ihr es zufrieden
ſeyd, unweit Neapel in ein armes Kloſter⸗ dem ich einen kleinen Theil meines Geldes
zum Opfer bringen will, der uͤbrige, groͤ⸗
ßere Theil falle an euch, nehmt ihn und
vertheilt ihn unter euch. 85 N II. Theil. 15
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