Die weiche, vertrauliche Anrede, hatte
ſonders die Aelteſten, konnten eine Thraͤne nicht unterdruͤcken; unter den Andern ent⸗
ſtand ein leiſes Gemurmel.
„Weinet nicht, meine Bruͤder,“ fuhr
Gerillo fort,„aber wenn euer Herz ſich dem
beſſern Gefuͤhl geoͤffnet hat, ſo flehet den Himmel an, daß er euren Geiſt erleuchten möͤge, daß ihr meinem Beiſpiel bald nach⸗ ahmet, oder daß er euch ſonſt in der Welt einen Platz anweiſen moͤge, wo ihr viel⸗
leicht im Schweiß eures Angeſichts, aber
redlich euer Brot verdienen moͤchtet, denn nur auf dieſem Wege koͤnnt ihr dereinſt euce Haupt niederlegen und ruhig ſterben.“
Der Hauptmann hat Recht, ſagte Monto Cornaro. Haͤtte fruͤher ein
auf die rohen, baͤrtigen Maͤnner einen ſeltſamen Eindruck gemacht. Einige, be⸗


