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zuſprechen, zu welchem er ſchon das Glas erhob, als ihm betäubender Zuruf, von kriegeriſcher Begeiſterung und vom Weingenuſſe erhöht, entgegenſcholl und den Saal erdröhnen machte. Alle hatten die Säbel gezogen und ſchwenkten ſie, in der andern Hand das Glas haltend, mit wildem Geklirre an und durch einander und wieder und immer wieder erſcholl es:„Hoch Ma⸗ ria Thereſia! Hoch die Königin von Ungarn! Unſern letzten Blutstropfen für Maria Thereſia!“
„Oeffnet das Fenſter!“ rief Khevenhüller, als eine augenblickliche Stille eintrat, indem er das ihm eben⸗ falls vorgelegte kaiſerliche Proclama ergriff.„Die ganze Stadt ſoll hören, wie wir unſere und ihre Ge⸗
bieterin feiern! Werft den Plunder, den ſie doxt vor den Fenſtern aufgebaut haben, in Trümmern hinunter. Und dies hier iſt Oeſterreichs Antwort auf die Frank⸗ furter Kaiſerkrönung: es gibt keinen Kaiſer Karl VII.“
Damit zerriß er die Proclamation und ſchleuderte die Stücke zum Fenſter hinaus in die Nacht.
Wieder brach ſtürmiſcher, endloſer Beifall und Zu⸗ ruf los, wilde Muſik der Hörner und Feldpauken ſchmetterte darein und ſcholl weithin in die erſchreckten Gaſſen und über den ſchweigenden Platz.
Von den Flammen der überall lodernden Wacht⸗ feuer roth beſchienen, ſtieg die Marienſäule in die Nacht


