Teil eines Werkes 
4. Band (1874)
Entstehung
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Lärm verſtummte auf ſeinen Wink, in ehrerbietiger Er⸗ wartung ſtanden die Offiziere in weitem Kreiſe umher.

Hört, Soldaten von Oeſterreich, rief Kheven⸗ hüller,ein Brief Ihrer Majeſtät, unſerer angebeteten Königin Maria Thereſia. Vernehmt ihn, ſeht hier ihr Bildniß, das ſie mir mit demſelben ſendet!

Er las mit lauter und bewegter Stimme. Das Schreiben der Königin war in dem ſchlechten Latein geſchrieben, das in Ungarn und Kroatien allgemein gäng und gebe war und daher auch von allen ver⸗ ſtanden wurde. Es lautete:Hier haſt Du eine Kö⸗ nigin und ihren Sohn vor Augen, die noch vor we⸗ nigen Monaten von aller Welt verlaſſen war. Was ſollte gus dieſem Kinde werden? Sieh, Deine gnädigſte

Frau vertraut Dir mit dieſem Briefe ihre ganze Macht!

Handle als mein Ritter und getreuer Vaſall, wie Du es vor Gott und der Welt zu verantworten gedenkſt, und thue, was Dir recht dünkt! Folge wie bisher den großen Thaten Deines in Gott ruhenden Lehrmeiſters Eugenius! Du wirſt von der Welt den höchſten Ruhm, von Uns aber und Unſern Nachkommen ewige Dank⸗ barkeit erleben, das betheuern Wir Dir bei Unſerer Majeſtät! Lebe und ſtreite wohl! Maria Thereſia. Der Vorleſende hatte kaum geendet und war nicht im Stande, den Hochruf auf die gnädige Fürſtin aus⸗