Teil eines Werkes 
4. Band (1874)
Entstehung
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die Bogengänge zu beſetzen, um in ihnen einen feſten Halt zu gewinnen, aber ihrem Muthe wie ihrer Vater⸗ landsliebe ſollten keine andern Roſen blühen als Ro⸗ ſen des Todes. Der Feind war zugleich durch die Weinſtraße und Dienersgaſſe eingedrungen und faßte ſie im Rücken.

Kugel um Kugel ſchlug in die immer mehr ſich lichtende Schaar; bald waren ſie umringt, gegen den Fiſchbrunnen zurückgedrängt und bald alle gefallen.

Zu gleicher Zeit zogen, da die Capitulation in⸗ zwiſchen abgeſchloſſen worden, unter ſchmetternden Trompetenklängen die regelmäßigen öſterreichiſchen Trup⸗ pen durch den Rathhausbogen ein. Die Beſatzung der Hauptwache war raſch umringt und entwaffnet, und kaum eine Viertelſtunde war vorüber, da war auf dem weiten Platze nichts mehr zu hören als der Schritt der Soldaten, Waffenklirren und das Anrufen der überall aufgeſtellten Wachen, dazwiſchen das Aechzen eines Verwundeten oder das letzte Stöhnen eines Sterben⸗ den. Aus den Straßen aber weithin erſcholl das Kra⸗ chen eingeſchlagener Thüren, das Klirren der Fenſter, Geſchrei und Jammer der Beraubten und Mißhandelten.

Es war darüber dämmerig geworden und die frühe Winternacht brach vollends ein, als die Abge⸗ ordneten der Stadt mit den öſterreichiſchen Generalen