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neneren darunter ſuchten ſich der feſten Plätze zu bemäch⸗ tigen; die Studenten zogen dem Unſernherrnthore zu, um die dortige und die Hofgartenbaſtei zu beſetzen; an⸗ dere Schaaren eilten an das Sendlinger und Angerthor. Klügere, wie der Landſchaftsabgeordnete Reindl, hielten den Zeitpunkt für angemeſſen, auf ihre Sicherheit bedacht zu ſein, und verſchwanden aus dem Gedränge. Der Platz leerte ſich etwas, denn die Freunde des Friedens fanden es für alle Fälle gerathen, ihre Häuſer und Wohnungen aufzuſuchen. Eine angſtvolle Viertelſtunde tödtlichen Schweigens laſtete über den Zurückgebliebenen.
Plötzlich begannen Flintenſchüſſe zu krachen, erſt einzeln, dann immer mehr, dann viele nacheinander fortrollend, wie wenn von einer ganzen Reihe Feuer gegeben wird. Geſchrei des Schreckens antwortete aus den Straßen; vom Unſernherrnthore und durch die Burggaſſe kamen heulende Haufen heran.„Aus iſt's!“ zeterte einer darunter.„Alles iſt vorbei! Sie haben die Capitulation gar nicht abgewartet und ſind ſchon in der Stadt!!! Sie ſind unterhalb der Stadt in den Auen über die Iſar gegangen.“
„Sie ſind ſchon ins Lehel herein“, ſchrie ein An⸗ derer, deſſen Antlitz ausſah, als ob durch daſſelbe nie ein Tropfen Blut gefloſſen wäre.
Ein halb angekleidetes Weib mit aufgelöſten Haaren


