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Ratthausſaale herab, um ſich an das Iſarthor zum rothen Thurme zu begeben und wegen der Uebergabe der Stadt zu verhandeln. Mit ernſthaften, bleichen Anrgeſichtern ſchritten die Bürgermeiſter Barbieri und Schönberg mit dem Stadthauptmann Freiherrn von Zindt und dem Stiftsdechant von Oſſing einher, be⸗ gleitet von Mitgliedern des äußern und innern Ra⸗ thes und allerlei Würdenträgern, vom Siegelherrn und Kämmerer bis zum Umgelder, Pfändermeiſter und Gaſtrichter.
Freudig zuſtimmender Ruf ihrer Anhänger begrüßte ſie, während die kriegeriſch Geſinnten in einen Schrei der Entrüſtung ausbrachen und feierlich erklärten, daß ſie die Unterhandlung nicht anerkennen und trotz der⸗ ſelben, trotz Bürgermeiſter und Rath die Stadt bis auf den letzten Blutstropfen vertheidigen würden. Die Erregteſten traten der Deputation in den Weg und ſuchten ſie zurückzuhalten. Sie ſchalten ſie feige Ver⸗ räther an Fürſt und Vaterland; dem Stiftsdechant wurde der Mantel vom Leibe geriſſen und nur den herbeieilenden Soldaten von der Beſatzung gelang es, freie Bahn zu ſchaffen und den Bürgermeiſter Schön⸗ berg, einen alten, ſchwachen Mann, der im Gewühle zu Boden geſtoßen worden war, vor ſchwerer Verwun⸗ dung und ſelbſt vor dem Tode zu bewahren. Die Beſon⸗


