Teil eines Werkes 
4. Band (1874)
Entstehung
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Mann von ſeltener Schönheit der Geſtalt wie des Ge⸗ ſichts, aber auch von ſolchem Ausdruck der Rohheit und Frechheit in den Zügen und der ganzen übermü⸗ thigen Haltung, daß ſeine Erſcheinung auf den er⸗ ſten Blick anſtatt Wohlgefallen nur Schrecken hervor⸗ brachte. Es war der Oberſtwachtmeiſter von der Trenck, ein Preuße von Geburt, der, durch eine Reihe von Abenteuern nach Oeſterreich verſchlagen, als Anführer des Pandurencorps neue Abenteuer zu den alten zu fügen gedachte.„Verfluchte Hunde!“ ſchrie er in einem Tone, der gewohnt war, Schlachtlärm zu übertönen, und deſſen erſter Laut die Burſchen aufſchreckte und zur theilweiſen Beſinnung brachte.„So haltet Ihr Zucht? So thut Ihr, was ich befahl? Wißt Ihr nicht, daß jeden Augenblick die Ordre zum Sturme kommen kann? Hab' ich Euch nicht befohlen, auf dem Sammelplatze zu bleiben?“

„Jawohl, befohlen“, ſagte einer der Panduren mit dem eigenthümlichen Lachen, das immer auf ihren Geſichtern ſtand und ſie ſo wenig in der Schlacht ver⸗ ließ als bei den blutigſten Greuelthaten, die ſie ver⸗ übten.„Aber Pandur fragen nix nach Befehl; Pan⸗ dur is freier Mann.“

„Du fragſt nicht nach meinem Befehle?“ ſchrie Trenck wüthend, indem er die Piſtole vom Halfter riß.