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Lederſtücken, die mit Riemen wie Sandalen feſtgeſchnürt waren. Piſtolen und ein breites, blankes Meſſer im Gurt, ein langes Gewehr über der Schulter bildeten ihre Bewaffnung. Der Unterſchied beider Schaaren beſtand darin, daß die Likkaner über dem Hemde blaue Kittel und auf dem Kopfe blaue Mützen trugen, wäh⸗ rend der Pandur eine rothe Mütze auf dem kahlen Schädel ſitzen hatte, weite weiße Hoſen bis zum Knö⸗ chel hinunterreichten und über die Schulter ein rother, faltenloſer Mantel mit Kapuze hing. Die Morlaken dagegen waren in Wämſer von Schafpelz gekleidet, über denen ſie hier und da eine Wolfs⸗ oder Bären⸗ decke umgehängt hatten; eine hohe Pelzkappe deckte den Kopf; Spieße in den Händen und kurze Krummſäbel um die Hüften waren nebſt der unentbehrlichen Lang⸗ flinte ihre Wehr. Wüſtes Schreien, Fluchen und Sin⸗ gen tönte über den Platz und in die kleinen Gaſſen— hier und da, wo in den Häuſern Verſteckte aufgefunden worden, zeterte das Wehgeſchrei der Mißhandelten. Am Falkenhofe ſchritt ein Pandur lange hin und her, als ob er ſich an dem Gebäude, deſſen Beſitzer ebenfalls geflohen waren, nicht ſatt ſehen könne. Es war ein wilder Gaſt, mit wildem Antlitz, noch mehr entſtellt durch ein ſchwarzes Pflaſter, das von der Stirne quer über die Wange gelegt war. Nach einer


