Teil eines Werkes 
4. Band (1874)
Entstehung
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der junge Marbacher von Marbach. Da wurden ihnen die Köpfe abgeſchlagen. Und da, auf demſelben Fleck, wo wir jetzt ſtehen, bin ich in eine Kapuzinerkutte ver⸗ kleidet geſtanden und hab' zugeſchaut. Das Alles hab' ich geſehen, Herr, hab' es mitgemacht und doch ſag' ich: Ja, es iſt das Rechte, der Landſturm muß gehen! Wir müſſen uns ſelber und dem Kurfürſten helfen, der vor lauter falſchen Freunden ſich nicht rühren kann. Der Sturm würde bald das Land rein fegen.“ Plötzlicher Lärm unterbrach das Geſpräch. Durch die Wölbung des Thalbruckerthores oder Rathhaus⸗ thurmes drängte und wälzte ſich eine ſchreiende Men⸗ ſchenmenge mit einer Schaar Landleute aus der näch⸗ ſten Umgebung Münchens herein, die ſich in die Stadt geflüchtet hatte. Auf Leiterwagen hatten die Flücht⸗ linge aufgeladen, was von ihrer Habe leicht beweglich war; zwiſchen Betten, Kaſten und Kiſten lagen die Weiber, die Kinder oder kranke alte Leute, die den Weg zu Fuße nicht zurückzulegen vermochten; die Burſchen und Männer ritten auf halbgeſattelten Pferden nebenan oder trieben das Vieh, das mühſam gerettet und auf dem eiligen Wege nicht erlegen war. Ueber das Brau⸗ ſen der erſchrockenen Menge hinweg ſchallte das Jam⸗ mern der Weiber, das Schreien der verſchüchterten Kinder und die Stimmen der Männer, die den unge⸗

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