Teil eines Werkes 
4. Band (1874)
Entstehung
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ner eigenen Saat nicht widerſeten. Thun Sie dem nach, was Ihnen gefällt, mein Prinz. Sie kennen den Befehl, ich will ſagen, den Wunſch Ihres Vaters, daß Sie die Kranke nicht beſuchen. Der erfahrene Mann fürchtet die Anſteckung; er fürchtet ſie um ſeinetwillen, weil Geſundheit und Leben des einzigen Sohnes ihm über Alles theuer ſind, weil auf ihm die Hoffnung und der Stolz ſeiner Zukunft ruht. Sie in der Sorgloſig⸗ keit Ihrer Jugend theilen jene Furcht und dieſe Be⸗ ſorgniß nicht. Sie beachten nur das Recht und den Wunſch, den die Gegenwart Ihnen eingibt. Thun Sie denn nach Ihrem Willen: der Leidensbecher, den der Kaiſer zu leeren hat, iſt bereits ſo übervoll, daß

es auf den Tropfen mehr nicht ankommt, den der

eigene Sohn ihm noch hineingießt!

Der Prinz war gleich nach Ickſtadt's erſten Wor⸗ ten zurückgetreten; als derſelbe geendet, wandte er ſich zu Frau von Mayerhofen.Ich bitte, grüßen Sie mir meine liebe Schweſter, ſagte er freundlich,thei⸗ len Sie ihr mit, daß ich hier geweſen, ſie zu ſehen, daß ich aber auf dieſe Freude verzichte, weil die Auf⸗ regung ihr vielleicht ſchaden könnte. Hoffentlich wird ſie recht bald ganz hergeſtellt ſein! Er begrüßte die Dame mit dem vollen Anſtand eines Fürſten und trat zu Ickſtadt, indem er ſich der Treppe zuwandte.