Teil eines Werkes 
4. Band (1874)
Entstehung
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beſcheiden, aber feſt,weil ich kein Knabe mehr bin und weil ich die Spanne Wegs von meiner Wohnung hierher und zurück auch allein wiedergefunden haben würde; mich verlangt, noch vor Beginn der Feierlich⸗ keiten meine gute Schweſter Thereſe zu ſehen.

Welche Unbeſonnenheit! rief Ickſtadt.Ich werde irre an Ihnen, mein Prinz. Sonſt ſo klar, ſo bedacht⸗ ſam! Wie können Sie an einem ſolchen Tage ſich die⸗ ſem Gedränge ausſetzen, wie darauf beſtehen, die Schweſter zu ſehen, die allem Anſchein nach an einer ebenſo gefährlichen als anſteckenden Krankheit dar⸗ niederliegt und die Sie nicht ſehen können, ohne Ihre eigene Geſundheit zu wagen!

Ich ſcheue aber dieſe Gefahr nicht, entgegnete der Kurprinz.Ich fürchtete, daß es in den Geſchäf⸗ ten des heutigen Tages nicht mehr möglich werden dürfte, mich zu überzeugen, wie es Thereſen geht, des⸗ halb eilte ich jetzt hierher. Ich will ſie ſehen und will hoffen, ſetzte er ſtolz hinzu,daß Sie ſich meinem Willen nicht widerſetzen werden!

Allerdings werde ich das nicht, wenn Sie Ihren Willen ſo beſtimmt ausſprechen, entgegnete Ickſtadt ernſt.Soviel an mir liegt, habe ich Sie bisher dazu erzogen und daran gewöhnt, einen eigenen Wil⸗ len zu haben, und werde mich alſo dem Keimen mei⸗

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