Teil eines Werkes 
4. Band (1874)
Entstehung
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eiligen Schrittes die Treppe heraufkam und dem Zimmer zueilte, in welchem die kranke Prinzeſſin lag. Er war jetzt kein Knabe mehr, ſondern ſtand auf der Schwelle des Jünglingalters, das mit der ſich eben entwickelnden Kraft noch alle unverdorbene Anmuth der Kinderzeit vereinigte. Sein Wuchs hatte ſich ſchön geſtaltet, die Geſichtszüge waren beſtimmter geworden, auf der Stirn und in den Augen waren klarer Ver⸗ ſtand und Herzensgüte gepaart. Er trug ein pracht⸗ voll geſticktes Hofkleid und einen koſtbaren Degen, deſſen Griff mit Diamanten beſäet war.

Wie auf ein gegebenes Zeichen war die Stauberin ſeinem Vorhaben zuvorgekommen und hatte ſich vor die Thür geſtellt, um ihn von dem Eintritt abzuhalten. Der Oberkammerdiener aber benutzte den Augenblick, ſich zu entfernen.

Um Gotteswillen, Kaiſerliche Hoheit, rief die Kammerfrau,Sie werden doch nicht in das Kran⸗ kenzimmer wollen?

Allerdings, ewiderte Maximilian,ich will zu meiner Schweſter und will ſehen, wie ſie ſich be⸗ findet.

Aber das darf ja nicht ſein, ſagte die Staube⸗ rin.Der Leibarzt Herr Doctor Wolter hat's ſtreng verboten, eins von den Prinzen und Prin⸗