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betrübten Wittwerſtande“, ſagte Duſchl,„und wenn die Jungfer bedenken wollte, daß es ein Werk chriſt⸗ licher Barmherzigkeit iſt, die Betrübten zu tröſten—“ V Er haſchte abermals nach ihrer Hand, die dies⸗ mal nicht zurückgezogen wurde.
„O ich bin gewiß eine gute katholiſche Chriſtin“, ſagte ſie, indem ſie die Augen niederſchlug und doch unter den Lidern hervor nach dem Bewerber blinzelte, „ich laſſe mir die Gelegenheit zu guten Werken gewiß nicht entgehen. Wenn es alſo dem Herrn Ernſt wäre und wenn er verſpräche, nach Wien zu ziehen—“
„Mit Freuden“, rief Duſchl,„aber die Jungfer muß mir entgegen verſprechen, daß wir noch drei Jahr zuſammen im Hofdienſt bleiben. Bis dahin werden wir reichlich ſo viel beiſammen haben, als wir für unſere alten Tage und unſere liebe Nachkommenſchaft brauchen, bis dahin, wenn wir indeſſen als Mann und Frau richtig zuſammenhalten, ich beim Kaiſer und Sie bei der Kaiſerin, wird es an Gelegenheit nicht fehlen! Wenn wir uns recht verſtehen und ein⸗ ander in die Hand arbeiten, darf an dieſem Hofe, hier oder in München nichts geſchehen, was wir nicht wiſ⸗ ſen und wollen—“
Das Geſpräch wurde durch die Ankunft des Kur⸗ prinzen Maximilian unterbrochen, der leichten und


