Teil eines Werkes 
4. Band (1874)
Entstehung
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Dennoch kann ich es der Jungfer nicht erſparen, ſagte Duſchl, den Verſuch wiederholend;die Jungfer muß mich anhören, ich habe Ihr eine Nachricht aus München mitzutheilen.

Aus München? fragte ſie.Das iſt gewiß wie⸗

der etwas Trauriges, von dort kommt jetzt nicht leicht

etwas Gutes!

Allerdings, etwas Trauriges, ſagte der Ober⸗ kammerdiener, indem er ein Tuch an die Augen drückte, als ob ſie naß wären.Doch könnte ſich die Trauer vielleicht in Freude verwandeln. Es hat nämlich Gott dem Herrn über Leben und Tod gefallen, meine treue Chegeſponſin zu ſich abzurufen in das himnliſche Jenſeits.

Wirklich? rief die Stauberin überraſcht und augenblicklich außer Stande, ihre Freude über die un⸗ vermuthete Nachricht zu verbergen; ſchon im nächſten Moment ſuchte ſie deſto größere Betrübniß zu heucheln. Das iſt freilich ſehr traurig, fuhr ſie fort,und ein harter Schlag für den Herrn! Da kann Ihn nur der Gedanke tröſten, daß die arme Frau im Leben eine Mär⸗ tyrin war. Sie war ja immer krank und da muß man eigentlich Gott danken, daß ſie endlich erlöſt iſt von dem langen Leiden!

Das iſt auch die einzige Beruhigung in meinem