Teil eines Werkes 
4. Band (1874)
Entstehung
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lante Kammerdiener.Ich komme im Auftrage Sei⸗ ner kaiſerlichen Majeſtät, um mich nach dem Befinden der Prinzeſſin Thereſe zu erkundigen.

Dacht' ich's doch, daß Er nicht die Wahrheit ge⸗ ſagt hat! erwiderte die Stauberin ſpitz.Er iſt nicht meinetwegen gekommen, ſondern weil er geſchickt wor⸗ den iſt. Die Prinzeſſin aber iſt ganz wohl und gar nicht ſo krank, als man ſie macht! Bei vornehmen Leuten wird immer aus einer Mücke gleich ein Ele⸗ phant gemacht! Sie hat eine Krankheit, die alle Kin⸗ der haben, nur daß ſie ſie etwas ſpät bekommen hat, es iſt das Frieſel, weiter nichts! In ein paar Tagen iſt ſie wieder wohlauf. Aber da kann Er's gleich aus beſter Quelle hören, ſetzte ſie hinzu,da kommt ge⸗ rade die Aja, Frau von Mayerhofen heraus.

Die Thür des Seitengemachs war aufgegangen und die Dame herausgetreten.

Ich glaubte Ihre Stimme zu hören, Jungfer Stauberin, ſagte ſie.Ich wollte Sie ſo eben auf⸗ ſuchen. Habe Sie doch die Liebe, Ihre Majeſtät die Kaiſerin wiſſen zu laſſen, daß die Prinzeſſin nach längerem Schlaf aufgewacht iſt und ſehnlich nach ihr verlangt.

Der Oberkammerdiener benutzte die Gelegenheit, ſeine Anfrage vorzubringen.