Teil eines Werkes 
4. Band (1874)
Entstehung
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ſollte, nach Gebühr zu ſchmücken und zu kleiden, ſollte doch ſchon um die zehnte Stunde der Krönungszug ſich in Bewegung ſetzen.

Auf dem Vorplatze war Jungfer Stauberin eben einſig daran, das Kleid von ſchwerem Silberſtoff, das die Kaiſerin tragen ſollte, einer letzten Beſichtigung zu unterziehen, als über die Treppenſtufen herauf ſich Schritte näherten, denen man es anhörte, daß ſie ge⸗ übt waren, auf glattem Boden leiſe und doch ſicher aufzutreten. Es war der Oberkammerdiener Duſchl, der, als er die Kammerfrau erblickte, einen Ruf ange⸗ nehmer Ueberraſchung ausſtieß, während ſie ſelbſt ſich den Anſchein gab, als bemerke ſie ihn nicht, und ſich zum Gehen anſchickte, es aber doch ſo einzurichten wußte, daß ſie gewiß war, noch an der Thür einge⸗ holt zu werden.

Wie, die liebwertheſte Jungfer wird mir doch nicht das Glück rauben, ihr einen ſchönen guten Mor⸗ gen zu ſagen? rief er.Ich betrachte es als ein gutes Zeichen, daß gerade Sie die erſte iſt, die mir in dieſem Hauſe begegnet!

Halt' mich der Herr nicht auf, erwiderte ſie ge⸗ ziert,ich hab' alle Hände voll zu thun.

O ſo viel Zeit, um mir Beſcheid zu geben, wird

Sie doch erübrigen können, entgegnete der ga⸗ Schmid, Concordia IV. 2