Teil eines Werkes 
4. Band (1874)
Entstehung
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ſen, durch die engen Straßen ans Ziel zu ge⸗ langen.

In dieſen ſelbſt marſchirte bereits die Stadtmiliz, nach ihren Quartieren in vierzehn Compagnien abge⸗ theilt, heran, um zur einen Seite Spalier zu bilden, während gegenüber die Soldaten der eigentlichen Stadt⸗ garniſon ſich aufſtellten. Auf dem Römerberge waren Zimmerleute über und über beſchäftigt, den Brunnen aufzubauen, aus welchem Wein für das Volk ſpringen ſollte, und die Breterbrücke zu legen, auf der das kai⸗ ſerliche Paar von dem Dom zum Römer ſchreiten mußte; wieder Andere ſchafften emſig die breiten Strei⸗ fen von weißblauem und ſchwarzgelbem Tuch herbei, das über die Breter gebreitet wurde.

Auch in den Häuſern, welche der neue Kaiſer be⸗ wohnte, war Alles ſchon in früher Morgenſtunde ge⸗ ſchäftig. Der Palaſt an der neuen Kräme, der ge⸗ wöhnlich den Kaiſern zur Herberge diente, reichte für Karl Albert's Familie nicht aus. Die Kurfürſtin mit Töchtern und Hofſtaat war daher in dem nahe gele⸗ genen Syvert'ſchen Hauſe, Kurprinz Maximilian aber im ſogenannten Braunfels untergebracht.

Beſonders lebhaft ging es in den Gelaſſen der Kaiſerin zu; es war auch keine Kleinigkeit, ſie zu dem Feſte, deſſen Hauptperſon und Mittelpunkt ſie bilden