Teil eines Werkes 
4. Band (1874)
Entstehung
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voll zu nichte; aus der häßlichen Puppe der Sturm⸗ nacht war lichtglänzend und farbenreich der Schmet⸗ terling Tag emporgeſchwebt. Der Uebergang hatte etwas Zauberhaftes an ſich. Das bei Dunkel und Unwetter geſchloſſene Auge glaubte kaum, ſich ſelber trauen zu dürfen, als es den wolkenloſen blauen Himmel ge⸗ wahrte und die Sonne ſo ſiegesgewiß niederſtrahlte, als hätte nie ein Gewölk die Macht gehabt, ſie zu verdunkeln; als überall, wo Baumwipfel zwiſchen Häuſern und Mauern emporſtiegen, grüne Blätter winkten und nur hier und da eine Blüte als vereinzelte Flocke durch die milde Luft ſchwebte.

Vom erſten Tagesgrauen an herrſchte deshalb auch laute und rege Thätigkeit durch die ganze Stadt; beſonders lebhaft war es in den Straßen, durch welche der Zug gehen ſollte, ſowie am Dom, wo die Krö⸗ nung, und im Römer, in welchem nach derſelben das große Mahl ſtattfinden ſollte. Ueberall, wo der Raum es geſtattete, wurden an den Häuſern entlang Büh⸗ nen und Stufen für Zuſchauer aufgebaut und an den Fenſtern derſelben ſtellten ſich ſchon frühzeitig die Gäſte ein, die ſo glücklich waren, von einem der Be⸗ ſitzer zum Schauſpiel und zu dem damit verbundenen Im⸗ biß geladen zu ſein. Sie mußten ſich auch wohl ſputen, denn ſpäter wäre es unmöglich gewe⸗