Teil eines Werkes 
4. Band (1874)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

11

ſo vergnügt wie ſonſt bei ihrem Bierſchoppen ſitzen, ſondern die Köpf' zuſammenſtecken und wispern. Es ſoll ſchlecht ausſehen; die Königin Maria Thereſia hat den ungariſchen Landſturm aufgeboten, die Franzoſen ſollen Linz übergeben haben und die Oeſterreicher in Baiern eingebrochen ſein und ſollen dort hauſen wie der türkiſche Erbfeind. Es heißt ſogar, ſie rücken ſchon auf München los.

Krieg die Kränk, rief der Schiffer ärgerlich, das hat der Kaiſer jetzt davon, daß er gar ſo gut Freund iſt mit dene Franzuſe! Wenn ſie ihm auch noch ſo ſchön thun, ſie trage doch uf beede Achſle, und ich bleib' dabei, das iſt ſein Unglück, daß er ſo an dene Franzuſe feſthält und daß die Höchſte, die um ihn herum ſind, auch lauter eingefleiſchte Franzuſe ſind. Ich hab's mir gleich damals bei der Krönung gedacht, wie er im Römer auf den Balkon herausgetreten iſt, um ſich zu zeige, wie Alles ſo mäuscheſtill geweſen iſt, wie bei einer Leich' und nicht wie bei einer Kaiſer⸗ krönung! Nur die bezahlte Leut' habe geſchrie' und die Bube, das Volk aber und die Meeſte haben ihn ange⸗ ſchaut und habe ſich gedacht, es wär' Alles recht; Du kannſt ä guter Mann ſein und ä lieber Mann und aach ä geſcheidter Mann, wann Du's nur net mit dene Franzuſe halte thätſt!