Teil eines Werkes 
4. Band (1874)
Entstehung
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Hut auf dem Kopf, den Haarbeutel im Nacken und den langen Faltenmantel auf den Schultern; die Kauf⸗ leute und vollends die Edelherren hatten ſich ſchon voll⸗ ſtändig die franzöſiſche Mode, die geſtickten Röcke und Weſten mit dem Galanteriedegen zu eigen gemacht, während die Damen in bauſchigen Reifröcken und auf hohen Stöckelſchuhen dahertrippelten.

Jetzt, das muß ich ſchon ſage, rief ein großer breitſchultriger Mann, der eine grobe Wollenjacke über ſeinen Arbeitsanzug geworfen hatte,jetzt hab' ich die Geſchicht' bald ſatt! Von dem Hundewetter könnt' man die Kränk kriege. Was hab' ich von dem Guke', wann ich net emol weeß, was es bedeute ſoll! Kann uns der Herr vielleicht explicire, was das Gemäl' dort obe vorſtelle ſoll? Der Löw', der die Weltkugel mit die Tatze feſthält, und die Schrift drüber? Das wird wohl ſpaniſch ſein! Kann's der Herr ausdeutſche?

Die Frage war an einen hübſchen jungen Mann gerichtet, der, in die Uniform der Stadtmiliz gekleidet, ſich aufs angelegenſte mit einer hübſchen jungen Dame unterhielt, die ihm offenbar gleich eifrig zuhörte und erwiderte; es ſchien, als ob beide die Gelegenheit, ſich

unbeachtet ſprechen zu können, von Grund aus ſich zu

Nutze machen wollten. Der junge Mann, dem die Unterbrechung höchſt unangenehm war, gab ſich daher