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Fahr' wohl! zu, wie Scheidende thun, wenn ſie zu Schiffe gehen.“
„Mit ſchwerem Herzen“, ſagte Karl Albert, den andern Becher ergreifend,„denn ich ſehe, wie Sie leiden, und leide mit, weil ich nicht zu helfen vermag. Möge dieſer Scheidetrunk Ihnen ſo gewiß volles Heil bringen, als meine Seele dieſes aufrichtig wünſcht.“
Er hob das Glas an den Mund, ſetzte es aber augenblicklich wieder ab, denn hinter den Bäumen ge⸗ genüber erklang es wie klirrende Scherben und eine angſtvoll keuchende Stimme rief:„Halt! Um Gottes⸗ willen halt! Nicht trinken!“
Im nächſten Augenblick taumelte Kordel unter den Gebüſchen hervor. Sie hatte, als ſie wieder zur Beſinnung gekommen, in der Angſt ihres Herzens durch einen Sprung aus dem Fenſter ſich aus ihrem Gefängniſſe befreit und war auf dem ſchnellſten Wege die unvollendete Terraſſe hinangeeilt. Der Schrecken über das, was ſie erlebt hatte, die Angſt vor dem, was noch drohte, die ungewohnte Anſtrengung hatten ihre Kraft ſo erſchöpft, daß ſie ohnmächtig neben dem Blumenbeete zuſammenbrach. Mit letzter Anſtrengung vermochte ſie noch hervorzuſtammeln:„Nicht trinken! Es iſt—“
Beſtürzt blickte Karl Albert auf das Mädchen,


