Teil eines Werkes 
3. Band (1874)
Entstehung
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Vetter, was iſt's mit Euch, Ihr ſeid ja ganz verwil⸗ dert?

Ich glaub' es wohl, rief er wüſt;iſt auch kein Wunder, wenn man nirgends eine bleibende Stätte hat, wenn man gehetzt wird und immer die Meute hinter ſich hat wie ein wildes Thier!

Aber warum iſt das ſo, Vetter? erwiderte Kor⸗ del eifrig.Das müßte ja nicht ſein. Ihr könntet noch immer

Fange nicht wieder an mit Deiner Predigt, ſagte er unwillig,ich kann ſie nicht mehr brauchen, ich habe das Ohr dafür verloren, in Sturm und Wet⸗ ter iſt eine Rinde um mich gewachſen, durch die Dein Streicheln nicht mehr dringt! Ich muß fort, alſo lebe wohl, Kordel. Das iſt keine Redensart, wenn ich lebe wohl ſage, fuhr er er fort, indem er innehaltend ſie betrachtete und etwas wie eine weiche Regung über ſein Antlitz ging,Dich habe ich immer gern gehabt, Dich habe ich noch gern, Dir wünſch' ich, daß es Dir recht gut geht, daß Du glücklich wirſt und wirklich wohl lebſt. Ich verlange nicht, daß Du von ſelber an mich denkſt, wenn ich fort bin, wirſt Du ſchon an mich erinnert werden.

Vetter, Ihr ſeid ſchrecklich, ſagte Kordel ängſt⸗ lich,Ihr habt nichts Gutes vor.