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ſollte, und hätte eher meine Bekehrung erwartet, als daß ich mein Pflegetöchterchen, meine Kordel in Mann⸗ heim antreffe! Kannſt Dir wohl denken, daß ich mich
nach Dir erkundigt und Dich ausgekundſchaftet habe
bis ich wußte, wo ich Dich unter vier Augen finden könnte.“
„Warum thut Ihr das?“ fragte Kordel.„Habt Ihr doch keine Urſache dazu. Wollt Ihr denn nicht
leiben und Baſe Judith kennen lernen?“
„Ja, ja, habe ſchon gehört“, rief Wolf,„daß hier noch eine Baſe lebt, an die kein Sterblicher mehr ge⸗ dacht und von der kein Menſch etwas gewußt hat. Ich hätte mich auch gefreut, die Tochter meines Na⸗ mensvetters Wolf kennen zu lernen, der auch mein Vorfahrer auf der Landſtraße war, aber ich kann nicht bleiben! Ich hätte ſonſt wohl auch den Beſuch auf morgen verſchoben, aber morgen bin ich ſchon weit über die Berge und über den Rhein. Ich muß dieſe Nacht noch fort!“
„Vetter“, rief Kordel, die den Leuchter weggeſtellt hatte, und ſchlug die Hände zuſammen,„was iſt's mit Euch? Finſter und verſchloſſen ſeid Ihr immer geweſen, aber manchmal kam doch ein guter Blick aus Euern Augen und aus Euerm Mund ein gutes Wort. Jetzt ſeid Ihr, daß man ſich vor Euch fürchten muß.


