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ſeitigen, als es ihr vorkam, als ob draußen auf dem halbdunklen Gange ein ſchleichender Tritt und jener eigenthümlich wiſchende Laut hörbar würde, wenn Je⸗ mand, der des Weges nicht ganz ſicher iſt, ſich mit den Händen vorſichtig an den Wänden forttaſtet. Kor⸗ del horchte auf, jetzt kam es näher, ſie hörte, wie Je⸗ mand nach der Thürklinke griff, und wollte ſie raſch öffnen, als dieſe von ſelbſt aufging und Wolf auf die Schwelle trat.
Das Mädchen ſtand ihm gegenüber, die hochgeho⸗ bene Leuchte in der Hand; ſie entfiel ihr beinahe, als ſie den Ankömmling erkannte und mit einem leichten Aufſchrei des Schreckens zurücktrat.
„Sieh da, was für ein ſchmeichelhafter Empfang!“ ſagte Wolf, das zerſtörte Angeſicht zu einem Lachen verzerrend, das wie Grinſen ausſah.„Du erſchrickſt ja vor mir wie vor einem böſen Geiſt!“
„Ihr ſeid's, Vetter“, ſagte ſie, ſich faſſend,„Ihr ſeid's wirklich? So habe ich doch recht geſehen dieſen Mittag?“
„Bei der Ankunft des geſtrengen Herrn von Bai⸗ ern, meinſt Du wohl?“ fragte Wolf.„Haſt Du mich doch bemerkt und nicht ganz vergeſſen, wie ich aus⸗ ſehe? Ganz recht, da war es auch, wo ich Dich er⸗ blickte. Ich wußte nicht, ob ich meinen Augen trauen


