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Tüchern ein ſchwarzes Seidengewand mit Purpurbän⸗ dern beſetzt hervorſah.
Indeß hatte Kordel längſt die Baſe in die Woh⸗ nung geleitet und zu Bette gebracht, denn der Anfall hatte ſie diesmal ſtärker angegriffen und in einen Zu⸗ ſtand von Ermattung verſetzt, der es ihr unmöglich machte, ihrem Geſchäft und ihren Dienſten nachzugehen. So war es Kordel allein zugefallen, die Gewänder für die Prinzeſſinnen fertig zu machen, was auch mit Hülfe einer alten vertrauten Perſon gelang. Als Werkſtatt war auf Judith's Rath eine Stube am Ende eines langen Corridors gewählt worden, der wenig begangen wurde, weil ſich dort meiſt nur leere Räume und Vorrathskammern befanden. Sie lag im Erdge⸗ ſchoſſe eines Hintergebäudes, dem neuen noch unvoll⸗ endeten Schloßflügel gegenüber; eine noch unfertige Freitreppe führte zu der künftigen Terraſſe empor, auf welche die hohen Fenſter des kunſtvollen Wintergar⸗ tens mündeten.
Ueber der Arbeit war die Dämmerung eingebro⸗ chen. Kordel hatte den Pack gefertigter Kleider der Kam⸗ merfrau übergeben, die von den Prinzeſſinnen in ihrer Ungeduld danach geſchickt worden war; ſie ent⸗ ließ die Gehülfin und hatte eben begonnen, die
Stube zu ordnen und die Spuren der Arbeit zu be⸗ 11*


