157
ſollte, als mir hier die Dienerin der Fürſtin, die blonde Marianka begegnete; da fiel es mir ein, zur Fürſtin zu gehen und ſie zu bitten, ſie möge ihre milde Hand gegen mich aufthun. Es war auch nicht umſonſt, ſie gab mir dieſen Beutel mit Gold als Reiſezehrung!“
„Glaubt es nicht, geſtrenger Herr!“ rief Beppo. „Das iſt nicht wahr, ſo viel Geld gibt man nicht als Reiſezehrung, das hat er geſtohlen oder ſonſt durch eine Teufelei bekommen!“
„Geſteh', Elender“, rief Porzia wieder,„oder Deine Stunde hat geſchlagen und Du kommſt nicht lebend von der Stelle!“
Wolf ſchaute mit raſchem Blick um ſich, um zu prüfen, ob ſeine Lage wirklich ſo verzweifelt ſei, dann erwiderte er gelaſſen:„So will ich's denn bekennen, Herr! Warum ſollte ich auch ſchweigen? Es iſt nichts dabei, was mir ſchaden könnte. Ich hatte Marianka geſehen und war eben im Begriffe, mich zur Fort⸗ ſetzung meiner Reiſe an die Fürſtin zu wenden, deren Anweſenheit ich auf dieſe Weiſe erfahren hatte, da kam mir das Mädchen wieder in den Weg. Sie hatte mich auch geſehen und war mir nachgegangen, weil ſie ein Anliegen hat, bei dem ich helfen ſoll. Weil ſie mich von der Traunburg her als Schwarzkünſtler kennt, meinte ſie, daß ich wohl auch im Stande ſein


