Teil eines Werkes 
3. Band (1874)
Entstehung
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zuhören? Warum ah, wir ſind nicht allein, fuhr er leiſer fort, indem er Mundizia's Blicken folgte;wer iſt der ſchwarze Mann am Fenſter?

Ich kenne ihn nicht, erwiderte ſie;ich halte ihn für einen fremden Kaufmann, der mit Juwelen und Goldwaaren handelt.

Das iſt excellent, ſagte Reindl,wir wollen die Waare ſehen. Mein Herr, rief er, ſich dem Frem⸗ den nähernd,ich höre eben, daß Sie Damenſchmuck führen. Wären Sie nicht geneigt, ihn von dieſer ſchönen Frau bewundern zu laſſen?

Ich ſtehe mit Vergnügen zu Befehl, entgegnete der Fremde, indem er ſein Käſtchen auf das Kugel⸗ ſpiel ſtellte und eine Auswahl feiner venetianiſcher Kettchen, Ringe, Ohrgehänge und anderer weiblicher Schmuckſachen aus Gold, Korallen und Edelgeſtein auf dem grünen Tuche ausbreitete.

Oh, che sono belle! rief Mundizia entzückt: Es iſt lange, daß ich nicht mehr ſo viel Schmuck beiſammen ſah! Mir iſt, als ſtünde ich auf dem Platz von San⸗Marco und wanderte unter den Procurazien an den Goldſchmiedläden vorüber!

Ich komme auch geraden Wegs aus der Lagunen⸗ ſtadt, ſagte der Kaufmann,und habe das Schönſte und Neueſte gekauft, was zu haben war.