Teil eines Werkes 
3. Band (1874)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

15

Tiſchchen die niedlichen buntgeblümten Henkelſchalen bereit, in welchen der Kaffee gereicht wurde, während die Mitte des Zimmers von einem bisher völlig unbe⸗ kannten Spiele eingenommen war, einer mit grünem Tuch beſpannten Tafel, auf welcher elfenbeinerne Ku⸗ geln mit dünnen Stöcken kunſtvoll aneinander geſtoßen wurden. Die neue Unterhaltung lockte ebenfalls man⸗ chen Beſucher, zumal Offiziere und jüngere Cavaliere, die das beliebteSpiel Ludwig's des Vierzehnten in Paris geſehen und gelern hatten. Im andern Zim⸗ mer wär eine lange, zierlich gedeckte Tafel für die Mittagsgäſte bereit geſtellt.

Noch war die Stunde, in der ſich dieſe einzufin⸗ den pflegten, nicht gekommen, die Wachtparade, nach der ſich die Offiziere gern zum Kugelſpiel einfanden, war noch nicht zu Ende. Nur an einem der Fenſter⸗ tiſchchen ſaß ein junger Mann von auffallend dunkler Geſichtsfarbe und ſtarkem ſchwarzem Bart, der Kinn und Wangen in ungewohnter und fremdartiger Weiſe umgab. Er hatte ein tragbares Käſtchen von Ebenholz neben ſich ſtehen und war eifrig beſchäftigt, in ſeine Brieftaſche Bemerkungen einzutragen; nur manchmal erhob er das Haupt und richtete einen erwartenden Blick nach der Thür. Unweit davon, zierlich wie im⸗ mer und nach den neueſten franzöſiſchen Muſtern ge⸗