Teil eines Werkes 
3. Band (1874)
Entstehung
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Sollte es möglich ſein? ſagte er vor ſich hin. Ich glaube es nicht, es wäre Tollkühnheit, ſich noch ein⸗ mal in die Stadt zu wagen und ſelbſt den Hals in die Schlinge zu ſtecken. Wenn er es aber wäre, ſetzte er mit zuverſichtlichem Lächeln hinzu,dann iſt ihm der richtige Hund auf der Fährte, es gibt keinen treff⸗ licheren Spürer als den Haß!

Der Mittag war nicht mehr fern und in dem Kaffeehauſe der ſchönen Wittwe Frau Mundizia Rofi⸗ noni wurden bereits alle Vorbereitungen für die zahl⸗ reichen Gäſte getroffen, die während der kurzen Zeit ſeines Beſtehens dort ſchon heimiſch geworden. Viele hatte die Neuheit der Sache gelockt; viele, denen ihre Mittel den Beſuch der Weinhäuſer nicht erlaubten, fanden es in den heitern, angenehmen Räumen behag⸗ licher als in den rauchigen Stuben der Brauhäuſer oder Bierſchenken; andern, die eigener Häuslichkeit entbehrten, war es willkommen, ihr Mittagsmahl hier in angenehmer Geſellſchaft nehmen zu können; die ſchöne Herrin des Geſchäfts, die mit ſorgfältiger Lie⸗ benswürdigkeit die Bedienung ihrer Gäſte überwachte, mochte für noch mehrere nicht geringere Anziehungs⸗ kraft beſitzen. Zwei hohe anſehnliche Zimmer boten genügenden Raum, ſich geſellig zu vereinen oder nach Gefallen abzuſondern. In dem einen ſtanden auf kleinen