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geſchenkt und aufgeſchoben iſt nicht aufgehoben! Wenn's jetzt auch über ihm Sonnenſchein iſt, das Gewitter
kann nachkommen, wie's bei mir nachgekommen iſt, und
kann einſchlagen, wie's bei mir eingeſchlagen hat! Ich dank' Hochwürden, daß Sie's wieder ſo gut mit mir im Sinn haben, ich dank' für mein Weib und meine Kin⸗ der, aber wenn ich den Ketzer ausgehen und Eurer Hochwürden einliefern könnte, dann wäre mir erſt wohl ums Herz! Gottes Barmherzigkeit“, rief er plötzlich abbrechend,„bin ich auseinander oder iſt er's wirklich?“
„Was iſt Ihm denn?“ fragte der Pater ſtaunend.
„Er iſt's wirklich, er iſt's!“ rief Wallner wieder, ohne auf die Frage zu achten, und deutete auf einen Mann, der auf der andern Seite der Straße vorüber⸗ ging und wie zur flüchtigen Betrachtung der Michaels⸗ kirche das Antlitz ihnen zugewendet hatte.*
„Er iſt von Sinnen“, ſagte der Pater,„der Mann iſt ganz ſchwarz und bärtig; den Er meint, der war roth und blühend von Geſicht.“
„Und wenn er ſich noch zehnmal anders vermum⸗ men thäte“, rief Wallner wieder,„daͤs Geſchau kenn' ich unter allen heraus. Er iſt's, Hochwürden! Hal⸗ ten's mich nicht auf. Der kommt mir nicht aus!“
Er rannte hinweg, der Pater ſah ihm kopfſchüt⸗ telnd nach.


