Teil eines Werkes 
3. Band (1874)
Entstehung
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mich um meinen Dienſt gebracht! Red', Kerl, oder ich erwürg' Dich. Red', ich laſſe Dich nimmer los, bis Du Alles eingeſtehſt. Sag's, daß Du ein Betrüger biſt!

Erſchrocken ſuchte ſich der Maurer des Wüthenden zu erwehren, er ſtrebte vergebens loszukommen und mußte gewaltſam an ſich halten, um nicht durch einen Ausruf des Zorns oder Schreckens ſich abermals zu verrathen. Schnell hatte ſich ein immer dichterer Kreis von Neugierigen um beide geſammelt, die Wallner's Erzählung mit Staunen anhörten und nach Art und Sinn eines Jeden ſchnell bereit waren, für den einen oder andern Partei zu nehmen. Der alte Heckenſtaller und die Ruhigeren darunter wollten den Maurer frei⸗ gelaſſen haben.Man ſieht es ihm ja an, ſagte er, daß er ſtumm iſt; wenn er reden könnte, hätte er ſich in der Ueberraſchung gewiß ſchon verrathen und einen Laut von ſich gegeben. Die Heftigeren und die an ge⸗ waltſamen Dingen Freude hatten, unter ihnen Strand⸗ hofer, verlangten, daß er zum Stadtrichter geführt wer⸗ den ſolle.Im Falkenthurm ſchrie der Metzger mit behaglichem Lachen,da gibt's ſchon Mittel, ihm die Zung' zu löſen! Wenn er nur erſt die Daumſchrauben anhat oder die ſpaniſchen Stiefeln, dann wird ſich's ſchon zeigen, ob ſeine Stummheit wirklich Verſtellung iſt!