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„O ſchön, ſchön“, ſagte der Metzger, den Uebrigen, nicht ſo hoch Gewachſenen den Beginn des Schauſpiels verkündend.„Jetzt ſind's ſchon da, die Engel! Eine ganze Schaar, es iſt eine wahre Pracht! Das muß man ſchon ſagen, ſo was Andächtig's gibt's halt doch nirgends als wie bei den Jeſuwitern!“
Von fern aus dem Hintergrund der Kirche ver⸗ kündeten jetzt die Klingeln, daß am Hochaltar der Schlußſegen ertheilt werde. Die Gläubigen ſanken auf die Kniee, bekreuzten ſich und ſprachen das Dreimalheilig, indem ſie dreimal an die Bruſt ſchlugen; auch Wallner that gedankenlos daſſelbe, aber das dritte Heilig blieb ihm im Munde ſtecken. Wie ein wildes Thier auf ſeine erlauerte Beute, ſprang er auf und hatte im
nächſten Augenblick den Maurer Michel an der Kehle
gepackt. Er hatte deutlich geſehen, daß der Mann, der ſich unbeachtet geglaubt hatte, nicht lautlos die Lippen bewegte, er hatte deutlich gehört, wie er leiſe und doch für ihn verſtändlich genug das„Heilig“ ausgeſprochen. „Schuft von einem Kerl“, rief er, unbekümmert um die
gottesdienſtliche Feier und den Menſchenſtrom, der, aus dem
Portal drängend, ſich ſogleich wieder um die beiden anſtaute,„Du biſt ein Betrüger; ich hab' Dich deutlich reden gehört! Du biſt alſo nicht ſtumm; jetzt iſt's gewiß, Du und kein Anderer haſt dem Ketzer fortgeholfen und
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