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„Kein ſolches Geſchäft mehr zu machen“, erwiderte ſie, ſich erhebend, mit leiſer Stimme und druͤckte ihm die von Seckendorf erhaltenen Papiere in die Hände. Ohne ſeine Betroffenheit zu beachten, wandte ſie ſich der Hofdame zu, welche mit der Meldung näher getreten war, der Kapellmeiſter Ferrandini befinde ſich im Vorzimmer und laſſe anfragen, ob Majeſtät wie gewöhnlich zu dieſer Stunde geneigt ſei, ſich zun Ge⸗ ſang accompagniren zu laſſen.
„Ach nein“, erwiderte ſie raſch,„ich habe gar keine Luſt; der böſe Mann in Berlin vertreibt mir bei Tag die Ruhe, bei Nacht den Schlaf; da vergeht mir alle Luſt zum Singen von ſelbſt!“
„O thue es doch“, ſagte der Herzog,„vielleicht er⸗ heitert und zerſtreut es Dich doch und ich hün⸗ Dich ſo gern ſingen.“
„Ja, wenn es Dir Freude macht, von Herzen gern!“ erwiderte Maria Thereſia heiter.„Dann ſoll der Ferrandini nur hereinkommen!“
Sie eilte dem eintretenden Kapellmeiſter ſelbſt ent⸗ gegen, führte ihn zum Spinett und legte Notenblätter auf.
„Sieht Er, das muß Er mir begleiten, Maeſtro“, ſagte ſie,„es iſt die Liebesklage aus der Daphne von Aſtorga, das liegt mir gut und ich weiß, daß es ein Lieblingslied des Herzogs iſt!“


