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Lothringen, ohnehin ein Freund der Einfachheit, war ſchlicht gekleidet und hatte nichts an ſich, was ſeinen hohen Rang und Reichthnm verrathen konnte, als den prachtvollen Solitär, der in den Fältchen ſeines Vorhem⸗ des funkelte, die auffallend ſchönen geſchmeidigen Hände und bei aller Offenheit den vornehm bewußten Geſichts⸗ ausdruck ſeiner Stellung. Das Paar war nahezu allein, denn die beiden Hoffräulein, die in einem Erker⸗ fenſter mit weiblicher Scheinarbeit beſchäftigt ſaßen, waren zu weit entfernt, als daß ſie das Geſpräch der Ehegatten hören konnten, deren Zärtlichkeit nach mehr als fünfjähriger Ehe noch dieſelbe war wie am Tage des Brautkranzes. Auf dem Tiſche vor ihnen lagen Karten, aber das Spiel war ihnen keine eigentliche Beſchäftigung, ſondern diente nur dazu, um hier und da über die Lücken der Unterhaltung leicht hinwegzu⸗ kommen. Es war eine Art Pharaoſpiel, wobei für jeden Spielenden eine Karte aufgelegt und dann weiter abgeſchlagen wurde, bis für den einen oder andern die gleiche Karte wieder zum Vorſchein kam und ihn gewinnen machte. Der Geiſt war nicht abgehalten, ſich zugleich mit andern Dingen zu beſchäftigen, Zu⸗ fall und Glück waren es allein, die das Spiel regier⸗ ten, und Maria Thereſia ſchien es mit Vergnügen zu
bemerken, daß die blanken Kremnitzer Dukaten von 17*


