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mit ſtechendem Seitenblick hinzu,„daß Sprachrohr und Feder wieder einmal Recht behalten haben!“
„Alſo auch von Frankreich preisgegeben! O, wo gilt noch Treu und Glauben!“ ſagte die Königin wie⸗ der und ergriff entſchloſſen abermals die Feder.„Ich unterſchreibe“, ſagte ſie,„aber Gott iſt mein Zeuge, daß ich dies nur gezwungen thue.“
Mit raſchen feſten Zügen ſchrieb ſie ihr Placet Maria Theresia unter die Urkunde.
„Sorge Er für die augenblickliche Abſendung, Hof⸗ rath von Bartenſtein; der Preußenkönig ſoll wenigſtens dnurch mich keinen Vorwand zu neuer Zögerung haben!“
„Getroſt, Majeſtät“, ſagte Bartenſtein halbleiſe, indem er mit tiefer Verbeugung die Urkunde in Em⸗ pfang nahm.„Es kommt eine Zeit, die das Siegel von dieſem Vertrag wieder ablöſen und den Brief zer⸗ reißen wird!“
Die Königin ſchien ihn nicht vernommen zu haben, ihr Auge hing forſchend und prüfend an Khevenhüller's edlem, männlich offenem Angeſicht.
„Er iſt zur böſen Stunde gekommen, Graf“, ſagte ſie dann,„und doch iſt es mir ein gutes Zeichen, daß Er kam! Er iſt ergeben und treu, Er iſt der Mann, wie ich ihn brauche, der Mann, auf den ich mich in der Noth verlaſſen kann. Er iſt mein Stadthauptmann


