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geweſen, heut' geb' ich ihm das Commando meiner zweiten Armee! Aber ich kann ihm die Armee nicht zeigen, kann Ihm nicht ſagen, wo Er ſie finden ſoll. Er muß ſie ſich ſelber ſchaffen. Will Er das ſchwie⸗ rige Geſchäft übernehmen?“
„In den Tod für Maria Thereſia!“ rief der Graf.„Mit dieſem Namen ſtampfe ich Soldaten aus der Erde, das Vertrauen Eurer Majeſtät ſoll an Khevenhüller nicht zu Schanden werden!“
Begeiſtert beugte der ſchöne Mann das Knie vor der Königin, die ſich ihm huldvoll lächelnd entgegen⸗ neigte.
„Steh' Er auf, Graf“, ſagte ſie mit aller ihr eigenen unwiderſtehlichen Anmuth,„laß Er mich bald von Seinen Thaten hören und geh' Er in den Kampf als der Ritter Oeſterreichs und Maria Thereſia's!“
Begeiſtert eilte Khevenhüller hinweg, die Königin ſchickte ſich an, ihm zu folgen. Als ſie an den Räthen vorüberſchritt, hielt ſie vor Stahremberg, dem das Geldweſen übertragen war, an.
„Sorge Er dafür“, ſagte ſie,„daß die Ausſtände des Grafen Seckendorf an die Kriegskaſſe ſogleich li⸗ quidirt und ausbezahlt werden. Sogleich! Hört Er? Ohne Reviſion und ohne jede Beanſtandung!“
„Majeſtät“, entgegnete Stahremberg betroffen,„die


