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„Es ſcheint ſo“, ſagte Königseck,„ich glaube ihn an ſeiner Commandoſtimme zu erkennen.“ Auf den Wink der Königin öffneten ſich die
Flügelthüren des Gemachs und der Commandant, eine
echte, hohe Männer⸗ und Kriegergeſtalt in Harniſch und Pickelhaube trat raſchen Schrittes ein.
„Verzeihung, Majeſtät“, ſagte er, indem er den Helm abnahm und ſich auf ein Knie niederließ.„Ich komme hereingeſtürmt, wie eine Bombe ins Haus ſchlägt; was ich bringe, iſt auch nicht viel anders, als was zum Vorſchein kommt, wenn ſolch ein Uugethüm platzt! Böſe Neuigkeiten, Majeſtät! Ich habe einen ver⸗ trauten Mann in Berlin, den Niemand kennt und auf den Niemand ein Arg hat und der daher Manches er⸗ fährt, was man ſonſt verborgen hält; der hat mir vor einer Viertelſtunde durch einen eigenen Boten dies Papier da geſchickt. Der Mann iſt freilich ſchon acht Tage unterwegs, vielleicht iſt aber noch nichts ver⸗ ſäumt: Frankreich hat im tiefſten Geheimniß ein Bünd⸗ niß zu Schutz und Trutz abgeſchloſſen mit dem König von Preußen. Das iſt die Abſchrift davon!“
„Unmöglich“, rief Maria Thereſia, ihm das Blatt entreißend; aber beim erſten Blick darauf ließ ſie die Hand mit demſelben wie entkräftet ſinken und wieder⸗ holte erſchüttert:„Unmöglich, aber wahr!“


