Teil eines Werkes 
2. Band (1874)
Entstehung
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men Conferenz mit der Sanction Ihrer Majeſtät dem Protokoll einverleiben, die Depeſche für Lord Hyndford wegen Fortſetzung der Unterhandlungen entwerfen und mir ſofort nach der Sitzung zur Unterzeichnung vor⸗ legen.

Ich muß geſtehen, entgegnete Bartenſtein, indem er ſich anſcheinend völlig unbefangen Sinzendorf näherte, die Beweggründe dieſes Concluſums ſind mir nicht vollkommen geläufig, ich kann mich nicht ſo raſch in dieſe der meinigen entgegengeſetzte Anſchauung hinein⸗ denken und fürchte, nicht die rechten Worte und die entſprechende Ausdrucksweiſe zu finden; bitte daher unterthänigſt, daß Seine Excellenz der Herr Hofkanzler, die Depeſche ſelbſt zu redigiren belieben möge.

Das iſt Seine Sache, nnterbrach ihn Sinzen⸗ dorf ärgerlich,die ſchriftlichen Arbeiten ſind Sein Fach, bleib' Er bei der Feder und führ Er aus, was der Kopf ihm angibt!

Bartenſtein verbeugte ſich mit der Miene des un⸗ bedingten Gehorſams; die Königin hatte ſich bereits der Thüre genähert, als im Vorſaale die laute Stimme eines Mannes vernehmbar wurde, der dringend und

augenblicklich Einlaß und Gehör bei ihr verlangte.

Was geht hier vor? rief Maria Thereſia.Iſt das nicht mein Wiener Stadthauptmann Graf Khevenhüller?