Teil eines Werkes 
2. Band (1874)
Entstehung
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liebe und die wohlgeneigteſte Liebe ſeines Königs für Oeſterreich betheuert.

Ich traue Niemand als mir ſelbſt, ſagte Barten⸗ ſtein kaltblütig wie zuvor.Ich bleibe dabei, daß Majeſtät mit König Friedrich abſchließen. Was hat das bisherige Zaudern genützt? Vor vier Wochen hätte er ſich vielleicht mit der Hälfte von dem begnügt, was er jetzt verlangt, nach weitern vier Wochen wird er den Bogen noch höher ſpannen und vielleicht nicht mehr mit Schleſien zufrieden ſein. Frieden vor allem, Majeſtät, dann mag es gelten, die Zeit der Ruhe aus⸗ zunutzen und an Vergeltung zu denken!

Und glaubt Er wirklich, fragte Maria Thereſia, daß König Friedrich den Vertrag halten und mit dem Bewilligten zufrieden ſein wird? Ich glaube es nicht! Und wenn ich ihm heute Alles zugeſtehe, wird er mor⸗ gen mit neuen Anſprüchen auftreten. Ich durchſchaue ihn. Sein Plan geht weiter als auf Schleſien, das iſt nur der Vorwand; es gilt Oeſterreich, dem katho⸗ liſchen Oeſterreich überhaupt, das ſoll gedemüthigt und

sklein gemacht werden, damit er dann als proteſtan⸗

tiſcher Kaiſer an die Spitze des Reiches treten könnte! Der Scharfblick Eurer Majeſtät reicht weit, ent⸗ gegnete Bartenſtein;auch ich möchte mich nicht ernſt⸗

lich damit befaſſen, einen Mohren weiß waſchen zu

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